Anwendungsgebiete der Akupunktur

Von der WHO, der Weltgesundheitsorganisation gibt es eine Empfehlungsliste für den Einsatz von Akupunktur beim Patienten "Mensch".

 

Eine entsprechende Liste für den Patienten "Tier" muss natürlich angepasst werden, doch gibt es trotzdem wesentlich mehr Erkrankungen, die FÜR die Therapie mit Akupunktur sprechen. Eine Aufzählung der sogenannten Kontraindikationen - wann Akupunktur nicht angewendet werden sollte - wäre wesentlich einfacher:

 

  • Veränderungen, deren Zustand nicht rückgängig gemacht werden kann,
  • extreme Abwehrschwäche,
  • Seuchen,
  • Erbkrankheiten,
  • Knochenbrüche,
  • extreme Mangelzustände

 

Es gibt meines Wissens nach Therapeuten, die auch in der Krebstherapie erfolgreich mit Akupunktur arbeiten. Auf diesem Gebiet kann ich Ihnen jedoch leider noch nicht weiterhelfen. Auch ist im Einzelfall abzuwägen, ob trächtige Tiere akupunktiert werden sollten. In diesem Fall rate ich dazu, die Geburt abzuwarten und das Muttertier mit anderen Mitteln zu unterstützen.

Was die Akupunktur von Jungtieren angeht, so muss das im Sinne des zu behandelnden Tieres eine Einzelfallentscheidung ergeben.

 

Bitte beachten Sie, dass Sie akute Notfälle IMMER zuerst durch einen Veterinärmediziner versorgen lassen!

 


Und nun zu der wesentlich längeren Liste der Anwendungsgebiete (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

 

Erkrankungen des Bewegungsapparates Schmerzsyndrome durch Ellbogendysplasien (OCD, IPA, FPC), Hüftdysplasien, Patellaluxation, Kreuzbandriss, Arthrose, Arthritis, krankhafte Veränderungen von Sehnen und Bändern, Entzündungen an Gelenken, Sehnen, Schleimbeuteln, Lahmheiten unbekannter Ursache
Erkrankungen der Wirbelsäule Schmerzsyndrome durch Spondylose, Kissing Spines, Bandscheibenvorfall / Dackellähme
neurologische Erkrankungen Cauda-Equina-Syndrom, Wobbler-Syndrom, Epilepsie
Erkrankungen der Muskulatur Schmerzsyndrom durch Verspannungen v.a. im Rücken-, Schulter-, Hüftbereich
Atemwegserkrankungen akut, chronisch, allergisch
Stoffwechselerkrankungen  akut, chronisch, Morbus Cushing
Erkankungen Magen-Darm-Trakt Kolik, Durchfall, Verstopfung, Gastritis, Appetitlosigkeit, Erbrechen
Hauterkrankungen Wundheilungsstörungen, Narbenbehandlung, Ekzeme, Urtikaria
vegetative Störungen Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Unruhe, Hyperaktivität
hormonelle Störungen Deckunlust, Rosseproblematiken, Scheinträchtigkeit 
Verhaltensstörungen Aggression, Angst, Unsauberkeit
Gleichgewichtstörungen Vestibulärsyndrom ('Schlaganfall')
Herzerkrankungen  
Leistungsschwäche  
 
Vor- und Nachsorge von OPs zur Wundheilungsförderung und Schmerzlinderung

akute und chronische Schmerzen

Harnwegserkrankungen

Augen-, Ohren- und Nasenerkrankungen

schwaches Immunsystem
Blutmangel
Allergien

 

Bei einer Vielzahl der genannten Erkankungen ist es hilfreich, wenn Sie eine gesicherte tierärztliche Diagnose haben. Wichtig ist einfach, dass bestimmte andere Ursachen ausgeschlossen sind.

 

Bei Fragen dazu können Sie mich auch gern kontaktieren.